Das Essen an Heilig Abend besteht jedes Jahr aus den gleichen traditionellen Gerichten, wie Erbsensuppe, Fisch, Kartoffeln, Krautsalat und Pierogi. Und seit die Kids da sind, lade ich die ganze Familie zu uns ein und bekoche sie.

Letztes Jahr an Weihnachten, hab ich es mir nicht zugetraut mich an glutenfreien Pierogi zu versuchen, doch das wollte ich dieses Jahr unbedingt nachholen.

Meine Güte, hab ich bei der Zubereitung gezittert, wobei, am meisten Bammel hatte ich eigentlich vor dem Teig. Und am Ende hat sich herausgestellt, dass der Teig am wenigsten Arbeit macht 😉

Aber gut… Kommen wir zur Zubereitung.

Die Füllung

Traditionell nehmen wir an Heilig Abend eine Füllung aus Pilzen und Sauerkraut.

Hierfür braucht ihr:

500g Fasskraut

50g getrocknete Steinpilze

1 Zwiebel

-> die Pilze in lauwarmen Wasser einweichen und ca 30 Minuten ziehen lassen. Wasser abgiessen und die Pilze gut abspülen.

-> Das Fasskraut, die Pilze und die gewürfelte Zwiebel ca 20 Minuten mit etwas Wasser im Topf köcheln

-> abkühlen lassen und durch ein Baumwolltuch auspressen

-> die ganze Mischung mit einem Messer kleinschneiden und beiseite stellen

 

Der Teig

500g Nudelmehl (ich habe Pierogimehl von Balviten)

200g kaltes Wasser

2 Eier

1TL Salz

1/2 TL Zucker

80g Öl

-> alle Zuteten vermengen und kneten, kneten, kneten, bis sich ein geschmeidiger Teig ergibt.

-> den Teig auf bemehlter Fläche dünn ausrollen. Ich hab ihn zunächst nicht zu dünn ausgerollt und 2 Probe Pierogi gemacht und gefüllt und gekocht, um zu sehen wie sich der Teig verarbeiten lässt und wie sie nach dem Kochen aussehen und schmecken.

-> den dünn ausgerollten Teig mit einem Glas rund ausstechen und 1Tl Mischung darauf geben

-> zusammenklappen und die Ränder umschlagen oder spitz zusammendrücken

-> entweder sofort kochen oder wenn man die Pierogi ein paar Stunden liegen lassen möchte, dann stark bemehlen und mit ausreichend Platz auf Backpapier, Folie oder ein sauberes Küchentuch legen und abdecken.

-> zum Kochen die Pierogi in gesalzenes, kochendes Wasser geben und ziehen lassen. Nicht sprudelnd kochen, der glutenfreie Teig kann es einem übel nehmen.

 

Ich muss wirklich sagen, dass ich geschmacklich keinerlei Unterschied geschmeckt habe und bis auf 6 Stück, die waren einfach zu wenig bemehlt und haben sich verklebt, haben alle Pierogi den Kochvorgang überlebt.

Am besten schmecken die Pierogi mit einem Guss aus zerlassener Butter und Zwiebeln.

Vor dem Essen ist esbei uns Tradition, dass eir zusammen beten und geweihten Oblaten brechen. Auch steht immer ein leeres Gedeck auf dem Tisch, für einen unerwarteten Gast.

Nach dem ersten Gang, der Erbsensuppe, durften dann auch alle die Pierogi probieren und für lecker befinden. Dazu gab es Krautsalat aus Apfel, Lauch, Karotte und Fasskraut, sowie gebratenen Zander (nur leicht mehliert, gesalzen und in Butterschmalz gebraten), Kartoffeln und die restliche Füllung.

 

Unser Heilig Abend Menu besteht immer aus 2 Gängen, weil danach alle schnell aufräumen und in den Kinderzimmern spielen, damit das Christkind ungestört vorbeischauen und die Kinder beschenken kann.

Nach der Bescherung werden dann die ganzen leckeren Kuchen und selbstgebackenen Plätzchen serviert und verknuspert.

 

Wie sieht Weihnachten bei euch aus? Gibt es feste Rituale?

Was esst ihr am liebsten?

 

Lasst es euch gut gehen,

eure Frau M.

 

 

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