Schweizer Weggli – Synchronbacken im Mai

Am Wochenende hab ich mir wieder viel zu viel vorgenommen, die Hälfte total verpeilt und den Rest gerade so hinbekommen. Und was hab ich auch vergessen? Richtig, das Synchronbacken im Mai. Oh man. Auf den letzten Drücker hab ich die Zutaten bereit gestellt und zusammengeknetet.

Ich mein, ich kanns mir doch nicht entgehen lassen, wenn ein Stück kulinarisches Erbe der Schweiz gebacken wird. Zorra hat dieses Mal als Vorgabe Schweizer Weggli rausgesucht, insgeheim könnten sie auch Schweizer Poppöchen heißen, denn die Brötchen sehen gebacken aus wie kleine Hinterteile 😀 Also nicht weil sie so hässlich sind, sondern die Form erinnert daran. 😀

Im Original ist das Rezept von Katharina, jedoch wird das Original mit Dinkel Vollkornmehl gebacken, das geht ja bekanntlich bei uns nicht. In der glutenfreien Variante auch ganz auf Vollkorn umzusteigen erschien mir ein wenig schwierig, weshalb ich einen Mittelweg gewählt habe, da ich so nah wie möglich am Original bleiben wollte. Vielleicht wäre es auch einfacher gewesen, wenn ich die süße Variante gebacken hätte, wer weiß. Mir hat das Ergebnis auf jeden Fall ganz gut geschmeckt und ich denke dass es euch auch gefallen wird.

Die Brötchen haben einen fein säuerlichen Sauerteig Geschmack, der von der langen Teigführung und dem von mir verwendeten Apfelessig kommt. So lange wie der Teig bei mir ruhen durfte, konnte selbst die geringe Menge Hefe ganze Arbeit leisten und die Brötchen sind toll aufgegangen.

Einen Teil habe ich mit Haferflocken bestreut und den Rest so natur gebacken. Was ich aber auf jeden Fall anders machen werde ist, dass ich die Brötchen nicht mehr in Wasser tunke, denn das gibt glutenfreien Backstücken oft so einen weißen „Anstrich“, sondern ich werde sie mit Öl dünn abstreichen oder mit Eiweiß, dann halten die Haferflocken auch.

Meine Variante der Schweizer Weggli:

Teig:

380g Wasser, lauwarm

20g Apfelessig

3g Frischhefe

10g weiche Butter

7g Salz

100g Hafervollkornmehl glutenfrei

400g Schär Brotmix

-> alle Zutaten in die Rührschüssel einwiegen und 5 Minuten zu einem gescmeidigen Teig verkneten lassen

-> die Schüssel abdecken und bei Raumtemperatur 1 Stunde gehen lassen

-> in den Kühlschrank geben und mindestens 12 Stunden ruhen lassen

-> aus dem Kühlschrank nehmen und 1 Stunde bei Raumtemperatur akklimatiesieren lassen

-> in 10 teile teilen und zu runden Kugeln formen, kurz ruhen lassen

-> nach Wunsch entweder mit Öl abstreichen, befeuchten und in Körnern wälzen, mehlieren

-> mit dem Stiel eines Kochlöffels längs die Weggli eindrücken, damit sie die typische Form bekommen

-> nochmal 60 Minuten ruhen lassen

-> den Backofen auf 220° Ober/Unterhitze aufheizen und die Brötchen ca 20-25 Minuten backen

-> Fertig

Wie findet ihr die fertigen kleinen Poppöchen? 😀 Ich find sie richtig richtig gut. Lecker und irgendwie doch ganz niedlich.

Meine MitstreiterInnen haben teilweise so tolle Ergebnisse gebacken, da würde ich am liebsten von allen probieren zB bei:

Zorra, Birgit, Britta, Bettina, Volker, Désirée, Linda, Katharina, Johanna, Tamara, Tina, Conny, Julia, Birgit, Julia

Lasst es euch gut gehen ihr Lieben,

Frau M

10 Kommentare Gib deinen ab

  1. Kathrina Rüttger sagt:

    Die sehen einfach super aus. Bei uns wird es die Weggli auf jeden Fall öfter geben.

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    1. fraumausm sagt:

      Danke 😁 Ich bin jetzt auch Weggli Fan 🙂

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  2. Conny sagt:

    Liebe Anna,
    ich fand die „Füdlibäggli“-Form der Weggli auch großartig. 😉 Danke für Deine glutenfreie Variante der „Ärschli“. 😉
    Herzlichst, Conny

    Gefällt 1 Person

  3. Toll geworden! Und danke, dass du trotz Stress mitgebacken hast!

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  4. Tina von Küchenmomente sagt:

    Hallo Anna,
    ich finde deine glutenfreien Vollkorn-Weggli wirklich klasse. Werde das Rezept gerne wieder meiner weitergeben, die ja immer auf der Suche nach glutenfreien Backwaren ist.
    Liebe Grüße
    Tina

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    1. fraumausm sagt:

      Danke, das freut mich 😊 Sie schmecken wirklich lecker. Liebe Grüße, Anna

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  5. Hallo Anna, schön das du es geschafft hast dabei zu sein. Mich begeistert es immer wieder wie toll du aus den vorgegebenen Rezepten glutenfreie Varianten backst.

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    1. fraumausm sagt:

      Vielen Dank für das Lob ❤

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